TL;DR
Erster Hackathon. 24 Stunden durchgearbeitet. Vier Leute, ein Tisch, Laptops auf. Wir haben "Project Sarah" gebaut -- einen KI-gestützten B2B Sales Agent mit Next.js, Supabase und Claude. Erste Idee nach 2,5 Stunden verworfen. Das Einreichvideo hatte keinen Ton. Trotzdem einer der besten Tage seit langem.
KI-Insights für Entscheider
Wöchentlich. Praxisnah. Kein Spam.
Freitag, 16 Uhr, House of Innovation
150+ Leute im Raum. OpenClaw Hackathon Wien. Ich kenne hier fast niemanden. Manche sind über das Entrepreneurial Leadership Program von Austrian Startups hier, andere sind einfach aufgetaucht. Wir finden uns zu viert zusammen, Tisch, Strom, WLAN. Los geht's.
Meine Erwartung: Austausch unter Gleichgesinnten. Vielleicht etwas bauen, vielleicht nur reden. Keine Agenda. Ich wollte einfach mal erleben, wie so ein Hackathon abläuft.
Die erste Idee? Verworfen.
2,5 Stunden Brainstorming. Wir drehen uns im Kreis. Die Idee ist zu groß, zu vage, zu viel auf einmal. Dann der Moment, der rückblickend der wichtigste war: Loslassen. Alles streichen, neu denken, fokussieren.
Nicht die Technik war entscheidend. Sondern die Entscheidung, eine Idee fallen zu lassen, die nicht funktioniert.
Project Sarah: B2B Sales Agent in einer Nacht
Was wir gebaut haben: "Project Sarah". Ein KI-gestützter B2B Sales Agent für den DACH-Markt. Automatische Lead-Recherche über Apollo.io und Google Maps. KI-basiertes Scoring und Qualifizierung. Der Stack: Next.js, Supabase, Claude als AI-Engine.
Ich hab viel gecoded, aber genauso viel an der Struktur gearbeitet. Issues angelegt, Architektur aufgesetzt, Aufgaben verteilt. Durch die Erfahrung mit vielen parallelen KI-Projekten konnte ich Muster reinbringen, die uns beim Abarbeiten massiv geholfen haben. Wenn jemand bei Claude Code angestanden ist, hab ich mitgeschaut und geholfen.
Am Ende haben alle erlebt, was ich täglich erlebe: diesen Flow, wenn man mit KI-Tools arbeitet und plötzlich Dinge in Stunden baut, die sonst Wochen brauchen.
Hofer-Snacks, Sushi um 23 Uhr, McDonald's um 3 Uhr
Dazwischen passiert alles, was man sich vorstellt: Hofer-Snacks am Abend, Sushi um 23 Uhr als der Zucker einbricht, McDonald's um 3 Uhr morgens. Squats im Gang um 4 Uhr früh, weil der Rücken streikt.
Das Gelächter aus unserer Kammer hat andere Teams angelockt. Jeder hat mit jedem geredet, Ideen getauscht, sich gegenseitig geholfen. Niemand hatte geplant, die ganze Nacht zu bleiben. Aber die Energie im Raum war so, dass keiner gehen wollte.
Das Video ohne Ton
Dann der Morgen. Deadline 11 Uhr für das Einreichvideo. Wir fixen Bugs bis 10:45. Dann: alles vorbereiten, strukturiert durchsprechen, maximal 3 Minuten. Wir wussten, es muss ein One-Shot werden.
Erster Anlauf: nochmal. Zweiter Anlauf: sitzt. Alles fertig zum Hochladen.
Dann beim Abspielen: kein Ton.
Ein Erklärvideo. Ohne Ton.
Runter zur Jury, um Verlängerung gebeten. Wurde akzeptiert. Nochmal schnell in eine Kammer, alles von vorne, diesmal mit Ton. Hochgeladen, eingereicht. Pures Dopamin.
Was ich mitgenommen habe
Drei Dinge, die geblieben sind:
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Der wichtigste Moment ist, wenn man eine Idee loslässt. Nicht wenn man anfängt zu bauen. Das Streichen hat uns mehr gebracht als jede einzelne technische Entscheidung.
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Struktur schlägt Talent in der Nacht. Issues anlegen, Architektur vor dem Coden. Klingt langweilig, aber um 4 Uhr morgens hat keiner mehr den Überblick ohne System.
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Der Flow mit KI-Tools ist ansteckend. Leute, die vorher skeptisch waren, haben nach einer Nacht verstanden, warum ich so arbeite. Erleben ist was anderes als lesen.
Um 17 Uhr bin ich ins Bett gefallen und hab bis 6 Uhr früh durchgeschlafen. Zwei Tage war ich noch benebelt. Aber vor allem: ich will mehr davon.
Das war mein erster Hackathon. Ich hatte keine Erwartung. Wurde bei weitem übertroffen. Sicher nicht mein letzter.
Das Projekt ist open source: Project Sarah auf GitHub.
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